5. Juli 2008 / stv. StBI A. Rheindorf
Feuer in "hohem Haus" in Euskirchen - Dominikanerinnenplatz
Um 03.29 Uhr alarmierte die Leitstelle des Kreises Euskirchen den Löschzug 1 (Zentrum) der Feuerwehr Euskirchen und den Dienst habenden B-Dienst (Führungsdienst) zu einem Einsatz mit dem Stichwort "ausgelöster Brandmelder" in einem hohen Haus am Dominikanerinnenplatz in Euskirchen.
Nach dem Eintreffen und der Lageerkundung erfolgte die erste Rückmeldung: "Feuer im zweiten Obergeschoss, Treppenraum in weiteren Geschossen verraucht".
In diesem, mit 42 Wohneinheiten ausgestatteten, hohen Haus waren gem. unverzüglicher Melderegisterauskunft durch die Polizei 47 Bewohner/-innen gemeldet.
Nach der oben genannten Rückmeldung erfolgte die Erhöhung des Einsatzstichwortes auf B 4, d.h. Einsatz eines weiteren Löschzuges.
Nach den Vorgaben der Alarm- und Ausrückeordnung erfolgte nun über den Einsatzleitrechner der Feuerwache die Alarmierung des Löschzuges 5 und des Führungsmittels ELW 2.
Die ersten Rückmeldungen des unter Atemschutz vorgehenden 1. Rettungstrupps "Wohnungsbrand im 2. Obergeschoss, starke Verrauchung des Treppenraumes oberhalb des 2. OG" veranlassten den Einsatzleiter, die Alarmierung von zwei weiteren Löschzügen (Löschzug 2 und 4) und zweier zusätzlicher Drehleitern aus den Nachbarstädten Mechernich und Zülpich zur Einsatzstelle zu beordern, um eine schnelle Räumung des Wohngebäudes durchführen zu können.
Unter massivem Personaleinsatz wurden alle Bewohner aus dem Gebäude gebracht. In Windeseile hatten der Rettungs- und Sanitätsdienst (DRK und MHD) in unmittelbarer Nähe des Brandobjektes eine Betreuungsstelle eingerichtet, in der die geretteten Personen medizinisch betreut wurden.
Drei Personen mussten mit dem Verdacht einer leichten Rauchgasexposition ins Marienhospital Euskirchen transportiert werden.
Eine Person wurde vor Ort ambulant behandelt.
Da eine große Anzahl von Atemschutzgeräteträgern benötigt wurde, musste der Abrollbehälter "Atemschutz" aus dem Brandschutzzentrum in Schleiden angefordert werden.
Nach Abschluss der Löscharbeiten im zweiten Obergeschoss, Überdruckbelüftung des Treppenraumes und Kontrolle der betroffenen Bereiche mittels der Wärmebildkamera wurden alle anderen Wohnungen und Flure am frühen Morgen durch den Einsatzleiter wieder zur Nutzung freigegeben. |