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Sonstiges Oktober bis Dezember 2008

12. Oktober 2008 / BI Markus Neuburg

Heiß- und Realbrandbekämpfungstraining bei HEAT in Düsseldorf

Die ersten 12 Atemschutzgeräteträger des Löschzuges Zentrum machten sich am vergangenen Sonntag um 07.00 Uhr auf den Weg zu Fa. HEAT nach Düsseldorf (www.heat-duesseldorf.de). Dort stand für die Teilnehmer ein ganztägiges Training in einer Festbrennstoff - Übungsanlage auf dem Programm.

In einem einstündigen Theorieunterricht erhielten die Teilnehmer Informationen zu Ihrer Nomex Einsatzbekleidung, der Umgang mit Hohlstrahlrohren sowie die Vorgehensweise im Innenangriff. Diese Teile wurden bereits vorher auch schon in den beiden vorhergegangenen Trainings in der ehem. Belgischen Kaserne in Euskirchen trainiert. Weiterhin wurde hier die Übungsanlage sowie der Tagesablauf besprochen.

Nach der Einteilung der einzelnen Trupps wurde mit dem Trainingsteil 1 begonnen. Hierbei ging es im speziellen um die Wärmegewöhnung und der Umgang mit der Einsatzbekleidung und dem Hohlstrahlrohr. In diesem Teil wurde die Anlage immer mit 2 Trupps gleichzeitig begangen. Hierbei wurden die beiden Trupps mit zusätzlicher Ballast in Form eines Feuerlöschers beladen. Die Trupps stiegen im 1 OG. ein und mussten sich den Weg nach unten erkämpfen. Hier ging es durch einen Hindernisparkur, sowie diverse Reifenstapel bis hin zum Brandraum. Dort erhielten die Teilnehmer einen Einblick in die Erkennungsanzeichen eines Flash-Overs. Weiterhin hatten sie hier die Möglichkeit verschiedene Sachen mit dem Hohlstrahlrohr, wie das Sprühimpulslöschverfahren oder die hydraulische Ventilation auszuprobieren.

An zweiter Stelle dieses Tages stand dann, nach dem alle Teilnehmer den Teil 1 durchlaufen sind, eine Einsatzübung, die Truppweise durchgeführt wurde. Hierbei wurde als Szenario ein PKW-Brand in einer kleinen Tiefgarage, wie man sie mittlerweile ja häufig in Mehrfamilienhäusern vorfindet, angenommen. Zu jeder dieser Übungen wurde dann anfangs immer ein Angriffstrupp, ein Sicherheitstrupp und ein Schlauchtrupp bereitgestellt. Nach dem der Angriffstrupp dann in die Anlage eingestiegen ist, galt es unter erschwerten Sichtbedingungen den Weg in die Tiefgarage zu finden, um dort den PKW zu löschen. Hierbei wurde der Trupp schon an seine körperlichen Grenzen herangeführt. Nach dem Abstieg über eine kleine Treppe in das Kellergeschoss musste dann der Weg zur Tiefgargentür bezwungen werden. Nach Erreichen dieser Tür sollte dort die klassische Türöffnungsprozedur durchgeführt werden. Als nun der Weg in die Tiefgarage frei war, sollte der Trupp diesen brennenden PKW löschen. An dieser Stelle konnten dann wiederum verschiedene Löschtechniken ausprobiert werden, bevor der Trupp sich wieder komplett durch die Anlage zurückziehen konnte. In diesem Bereich der Anlage wurden Temperaturspitzen in Bodennähe von 400°C – 500°C gemessen.

Nach den beiden Trainigsmodulen, die alle Teilnehmer durchlaufen, sind gab es dort Vorort noch eine kühle Dusche bevor man wieder zurück nach Euskirchen fuhr,um dort noch beim gemeinschaftlichen Abendessen auf der Feuerwache den Tag ausklingen zu lassen.

Bei solchen Trainings stellt man fest, das die Teilnehmer alle an Ihr persönlichen Grenzen, sowie auch an die Grenzen der zur Verfügung stehenden Technik geführt werden. Hiernach lässt sich dann auch für den Einzelnen
feststellen, wie weit kann ich noch gehen und habe ich die Situation im Griff oder nicht. Nach dem nun die ersten 12 Leute ausgebildet sind, wurde bereits für das Jahr 2009 ein Termin für weitere 12 Teilnehmer gebucht.

 

Eingesetzte Fahrzeuge und Einheiten:

Feuerwehr Euskirchen:

Löschzug 1:

  • 2 MTW
  • GW-L

Beginn: 09:00 Uhr

Übungsende: 15:00 Uhr

Übung 12.10.2008

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25. November 2008 / OBM Michael Söte

Gemeinsame Übung der Löschgruppe Kuchenheim mit der Löschgruppe Weidesheim

Aufgrund der aktuellen Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) der Freiwilligen Feuerwehr Euskirchen werden, je nach Einsatzort, die beiden Löschgruppen Kuchenheim und Weidesheim gemeinsam alarmiert, was zunächst "seltsam" anmutet, sind die beiden Löschgruppen doch unterschiedlichen Löschzügen angegliedert.

In der Vergangenheit hat sich dieses System jedoch in den Augen der beiden Löschgruppen bewährt und um die ohnehin kameradschaftliche und erfolgreiche Zusammenarbeit weiter zu entwickeln, wurde erstmals eine gemeinsame Übung durchgeführt.

Angenommene Lage war ein Brandgeschehen in einer Lagerhalle im Industriegebiet in Kuchenheim. Weitere Informationen waren der "Leitstelle" zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt.

Die beiden Löschgruppen wurden parallel alarmiert. Nach Eintreffen der ersten Kräfte stellte sich folgende Lage dar: Bei Schweißarbeiten in einer Lagerhalle war es zu einem Brand gekommen. Der Hallenbetreiber konnte sich noch ins Freie retten als er bemerkte, dass die Versuche, den Entstehungsbrand selbst zu löschen, scheiterten. Allerdings war einigen seiner Mitarbeiter der Fluchtweg ins Freie durch massive Rauchentwicklung abgeschnitten worden.

Die beiden Gruppenführer leiteten nach Absprache schnell eine umfangreiche Menschenrettung ein. Insgesamt wurden 5 Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Die Halle selbst war durch den Einsatz einer Nebelmaschine dicht verraucht. Des weiteren wird die Halle gewerblich genutzt, sodass es zahlreiche "Hindernisse" zu überwinden bzw. zu umkriechen gab.

Insgesamt wurden 4 Menschen durch die vorgehenden Trupps gerettet. Dazu konnte ein "Mitarbeiter" aus einem höheren Stockwerk über die Steckleiter gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden. Dazu stellte der DRK Kreisverband Euskirchen einen RTW nebst Besatzung zur Verfügung. Die "roten Hosen" richteten eine Patientenablage ein und bezogen zahlreiche Kameraden "in blau" in die Erstversorgung der "Patienten" mit ein.

Im Anschluss wurde die Übung gemeinsam im Gerätehaus konstruktiv besprochen und der Abend bei Gegrilltem gemütlich beendet.

Besonderheit dieser Übung war für die Atemschutztrupps die Möglichkeit ein unbekanntes, großes Gebäude welches voll gewerblich genutzt wird unter Nullsicht mit "Wasser am Rohr" abzusuchen. Häufig kann bei Übungen nicht so realitätsnah geübt werden. Alle Beteiligten zogen ein positives Fazit und eine weitere gemeinsame Übung für das nächste Jahr ist bereits geplant.

An dieser Stelle ein besonderer Dank an alle, die diese Übung haben gelingen lassen:

Klaus Jonas und Markus Braun, an die "Patienten", die Kameraden des DRK Stephan Schmitz, Frank Slottke und  Jürgen Lux, die "Presse"-Dame, BSZ Schleiden und die hauptamtlichen Kräfte der Wache 4 für das unkomplizierte zur Verfügung stellen des Übungsmaterials und an "Köbi"

 

 

Übung

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