25. November 2008 / OBM Michael Söte
Gemeinsame Übung der Löschgruppe Kuchenheim mit der Löschgruppe Weidesheim
Aufgrund der aktuellen Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) der Freiwilligen Feuerwehr Euskirchen werden, je nach Einsatzort, die beiden Löschgruppen Kuchenheim und Weidesheim gemeinsam alarmiert, was zunächst "seltsam" anmutet, sind die beiden Löschgruppen doch unterschiedlichen Löschzügen angegliedert.
In der Vergangenheit hat sich dieses System jedoch in den Augen der beiden Löschgruppen bewährt und um die ohnehin kameradschaftliche und erfolgreiche Zusammenarbeit weiter zu entwickeln, wurde erstmals eine gemeinsame Übung durchgeführt.
Angenommene Lage war ein Brandgeschehen in einer Lagerhalle im Industriegebiet in Kuchenheim. Weitere Informationen waren der "Leitstelle" zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt.
Die beiden Löschgruppen wurden parallel alarmiert. Nach Eintreffen der ersten Kräfte stellte sich folgende Lage dar: Bei Schweißarbeiten in einer Lagerhalle war es zu einem Brand gekommen. Der Hallenbetreiber konnte sich noch ins Freie retten als er bemerkte, dass die Versuche, den Entstehungsbrand selbst zu löschen, scheiterten. Allerdings war einigen seiner Mitarbeiter der Fluchtweg ins Freie durch massive Rauchentwicklung abgeschnitten worden.
Die beiden Gruppenführer leiteten nach Absprache schnell eine umfangreiche Menschenrettung ein. Insgesamt wurden 5 Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Die Halle selbst war durch den Einsatz einer Nebelmaschine dicht verraucht. Des weiteren wird die Halle gewerblich genutzt, sodass es zahlreiche "Hindernisse" zu überwinden bzw. zu umkriechen gab.
Insgesamt wurden 4 Menschen durch die vorgehenden Trupps gerettet. Dazu konnte ein "Mitarbeiter" aus einem höheren Stockwerk über die Steckleiter gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden. Dazu stellte der DRK Kreisverband Euskirchen einen RTW nebst Besatzung zur Verfügung. Die "roten Hosen" richteten eine Patientenablage ein und bezogen zahlreiche Kameraden "in blau" in die Erstversorgung der "Patienten" mit ein.
Im Anschluss wurde die Übung gemeinsam im Gerätehaus konstruktiv besprochen und der Abend bei Gegrilltem gemütlich beendet.
Besonderheit dieser Übung war für die Atemschutztrupps die Möglichkeit ein unbekanntes, großes Gebäude welches voll gewerblich genutzt wird unter Nullsicht mit "Wasser am Rohr" abzusuchen. Häufig kann bei Übungen nicht so realitätsnah geübt werden. Alle Beteiligten zogen ein positives Fazit und eine weitere gemeinsame Übung für das nächste Jahr ist bereits geplant.
An dieser Stelle ein besonderer Dank an alle, die diese Übung haben gelingen lassen:
Klaus Jonas und Markus Braun, an die "Patienten", die Kameraden des DRK Stephan Schmitz, Frank Slottke und Jürgen Lux, die "Presse"-Dame, BSZ Schleiden und die hauptamtlichen Kräfte der Wache 4 für das unkomplizierte zur Verfügung stellen des Übungsmaterials und an "Köbi" |