| FREIE FAHRT FÜR SCHNELLE HILFE |
Wenn Einsatz- und Rettungsfahrzeuge mit Blaulicht und Signalhorn (Martinshorn) fahren, ist schnelle Hilfe erforderlich, Menschen sind in NOT oder es droht Gefahr für die Umwelt. Dann geht es um "Sekunden" ! Wir sind zu jeder Tages- und Nachtzeit einsatzbereit, um unseren Mitbürgern im Ernstfall sofort schnelle Hilfe leisten zu können. Doch leider bremsen uns manche Mitbürger durch falsches Verhalten im Straßenverkehr dabei des öfteren aus.
So verlieren die Helfer oft unnötig Zeit, weil Unachtsamkeit und Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer die Anfahrt der Rettungskräfte behindern. Falsch parkende Kraftfahrzeuge, Schaulustige, verstellte Rettungswege und Löscheinrichtungen erschweren zusätzlich eine schnelle Hilfe.
Kraftfahrer, die ihren PKW völlig gedankenlos so abstellen, dass im Notfall Rettungskräfte wie Notarzt oder Feuerwehr nicht durch kommen, werden mit einem Bußgeld und einem Punkt in der Verkehrssünderkartei bestraft. Hier hat der Gesetzgeber gehandelt, weil es in der Vergangenheit durch Falschparker vermehrt zu gefährlichen Situationen oder gar zu vermeidbaren Opfern und Schäden gekommen war.
Wussten Sie...
...dass Verkehrsteilnehmer seit dem 01.04.2004 haftbar gemacht werden können, wenn wegen ihres regelwidrigen Parkens die Feuerwehr den Einsatzort zu spät erreicht und Personen zu Schaden kommen?

Quelle Foto: Feuerwehr Freising
Orientieren Sie sich, wenn ein Einsatzfahrzeug auftaucht:
- Ruhe bewahren!
- Woher kommen die Signale?
- In welche Richtung bewegen sich die Einsatzfahrzeuge?
- Wieviele Fahrzeuge sind es?
und beachten Sie bitte folgende Hinweise:
- Die Fahrbahn sichtbar freigeben, gegebenenfalls anhalten, Kreuzungen freimachen und freihalten, wenn sich Einsatzfahrzeuge nähern.
- Sollte ein Feuerwehrfahrzeug einen Kreuzungsbereich queren, beachten Sie bitte, das weitere Fahrzeuge (Löschzug) folgen könnten.
- Unfallorte weiträumig umfahren, Schaulustige behindern die Rettungsarbeiten und verursachen unnötige Zeitverluste.
Allgemeine Verhaltenshinweise:
- Setzen Sie immer den Blinker, um dem Fahrer des Einsatzfahrzeuges anzuzeigen, in welche Richtung Sie Platz schaffen wollen!
- Achten Sie beim Ausweichen auf andere Verkehrsteilnehmer, besonders auf Fußgänger, Rad- und Mofafahrer!
Rettungsgasse auf mehrspurigen Strassen:
Bei Stau schon frühzeitig in der Mitte eine Gasse bilden, damit Einsatz- und Rettungsfahrzeuge ungehindert passieren können. Wenn es auf mehrspuriger Strasse wie z.B. Bundesstrassen oder Bundesautobahnen das Signalhorn (Martinshorn) erklingt, wissen viele Verkehrsteilnehmer nicht (mehr), wie man eine korrekte Rettungs- (Spurgasse) für die anrückenden Einsatzfahrzeuge bildet. Es ist auch ein Anliegen der Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, dass sich der Kraftfahrer insbesondere auf zwei bzw. dreispurigen Autobahnen richtig verhalten. Dazu folgende Tipps:

Auf zweispurigen Autobahnen ist zwischen den Fahrspuren die Rettungsgasse zu bilden.

Auf einer dreispurigen Autobahn ist zwischen der mittleren und der linken Fahrspur Platz für die Einsatzfahrzeuge zu schaffen.
Rote Ampel:
Vor einer roten Ampel nach rechts ausweichen, ggf. auch über die Haltelinie fahren, wenn es der Verkehr zulässt. Schon ein Meter kann nachfolgenden Fahrzeugen das Rangieren ermöglichen und dem Einsatzfahrzeug so freie Fahrt bieten.
Fußgänger und Radfahrer:

Auch Fußgänger und Radfahrer müssen Einsatzfahrzeuge passieren lassen und dabei auf eigene Vorrechte verzichten.
Richtiges Parkverhalten:
Bitte beachten Sie insbesondere folgendes:
- Halten Sie Rettungswege unbedingt frei.
- Parken Sie nicht im Parkverbot
- Parken Sie nicht in Feuerwehrzufahrts- und Abfahrtszonen.
- Parken Sie nicht im unmittelbaren Kreuzungs- oder Einmündungsbereich.
- Parken Sie nicht in zweiter Reihe.
- Parken Sie in engen Strassen nicht wechselseitig, Rettungsfahrzeuge müssen sonst Slalom fahren oder kommen gar nicht durch.
- Hydranten (ovale Straßenkappe) dienen der Löschwasserversorgung und dürfen, auch nicht vorübergehend, zugeparkt werden.
- Stellen Sie ihr Auto nicht verbotswidrig ab, auch wenn Sie nur "eine Minute" weg sind (Eine Minute länger im Feuer oder bei einem Herzinfarkt länger warten müssen kann tödlich sein).
Bitte helfen Sie mit, damit wir schnell helfen können!
Vergessen Sie nie, auch Sie könnten vielleicht schon bald auf unsere Hilfe warten.
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