Nachdem mehrere Gespräche bei den Aufsichtsbehörden sowie Ortsbesichtigungen in der alten Feuerwache stattgefunden hatten, wurde der Antrag auf Bewilligung von Zuschussmitteln aus der Feuerschutzsteuer im März 1991 von der Bezirksregierung abgelehnt. Zwischenzeitlich hatte ein Architektenwettbewerb zur Planung einer neuen Feuerwache auf dem der alten Wache gegenüberliegenden Gelände der Kreisstadt an der Frauenberger Straße stattgefunden. Im Mai 1990 erhielt der Entwurf des Architekturbüros H. Belter den Zuschlag des Planungsausschusses der Kreisstadt Euskirchen.
Im Frühjahr 1991 wurde ein nochmaliger Versuch unternommen, die Förderung der Maßnahme aus Mitteln der Feuerschutzsteuer zu erreichen. Der Bedarf eines Neubaus wurde erneut anerkannt, jedoch waren finanzielle Mittel aus der Feuerschutzsteuer nicht vorhanden und wurden auch nicht in Aussicht gestellt.
Nach weiterem Hin und Her, vielen Gesprächen und umfangreichem Schriftverkehr wurde plötzlich im Dezember 1992 ein Bewilligungsbescheid zur Förderung des Neubaus aus Mitteln der Feuerschutzsteuer mit einer Fördersumme von 2.600.000,00 DM erteilt.
Im Oktober 1993 erfolgte der Beginn der Bauarbeiten. Nach knapp zwei Jahren Bauzeit konnte die neue Feuerwache am 02.09.1995 offiziell eingeweiht werden.
Die Baukosten betrugen rund 7.500,000,00 DM bei ca. 10.500 cm³ umbauten Raum und einer Nutzfläche von ca. 2.200 m².
Die Freiwillige Feuerwehr der Kreisstadt Euskirchen verfügt seit dieser Zeit über ein modernes und funktionelles Gebäude, welches in Größe und Ausstattung dem Bedarf einer hoch leistungsfähigen Feuerwehr voll entspricht.
Die verfügbaren 10 Stellplätze sind zum heutigen Zeitpunkt komplett mit neun Einsatzfahrzeugen, mehreren Anhängern und Sondergerätschaften vollständig ausgelastet. Waschhalle mit Pumpenprüfstand, Werkstatt und Lagerraum schließen sich an. An der Rückseite der nicht unterkellerten Fahrzeughalle findet sich eine hochmoderne, vollautomatische Schlauchpflegestraße, welche von nur einem Gerätewart bedient wird.
Atemschutzwerkstatt und Funkwerkstatt sind ebenfalls ebenerdig hinter der Fahrzeughalle angeordnet. Somit können Schläuche, Atemschutzgeräte etc. auf kurzem Wege direkt in die entsprechenden Fahrzeuge verlastet werden.
Direkt an die Fahrzeughalle angrenzend befindet sich ebenerdig im unterkellerten Verwaltungstrakt der mit einer Be- und Entlüftung versehene Umkleideraum für ca. 70 Einsatzkräfte. Jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann verfügt über ein eigenes Einsatzspind. Duschen und Toiletten in ausreichender Anzahl grenzen unmittelbar an den Umkleideraum an. Weiterhin sind ein großer Besprechungsraum, der auch als Stabsraum bei Großschadenslagen dienen kann, ein Büro für den Vorstand, das Büro des Wehrleiters und ein Büro für zwei weitere Mitarbeiter im Erdgeschoss untergebracht. Die technisch hervorragend ausgestattete klimatisierte Funkzentrale befindet sich ebenfalls im Erdgeschoss. Von hier aus hat der Wachhabende während seines 24-Stunden-Dienstes Blickverbindung in die Fahrzeughalle und auf die Hoffläche. Er bedient neben dem Einsatzleitrechner und den verschiedenen Funkkreisen von hier aus unter anderem auch die gesamte Gebäudetechnik.
Im Obergeschoss wurde ein großer Lehrsaal mit Experimentiertisch und angrenzendem Lehrmittelraum gebaut. Der Löschzug Zentrum verfügt über eine eigene Küche, zur Unterstützung bei diversen Veranstaltungen. Ein Speiseraum mit Küche für die Bewirtung der Teilnehmer bei ganztägigen Lehrgängen und Fortbildungsveranstaltungen wird ebenfalls ständig genutzt.
Einer von zwei Ruheräumen im Obergeschoss musste mittlerweile aus Platzmangel zum Büro für die Ausbildungsabteilung umgebaut werden. Duschen und Toilettenanlage für beide Geschlechter befinden sich ebenfalls im Obergeschoss.
Im Keller sind Kleiderkammer, Magazin, Waschküche, Hausanschlussraum, zentrale Druckluftversorgung, Heizraum, Notstromaggregat, Schwachstromraum sowie Räume für den Spielmannszug und die Jugendfeuerwehr untergebracht.
Für die Durchführung der Grundausbildung und die Fortbildung auf Stadtebene bietet die neue Feuerwache optimale Voraussetzungen. Ebenfalls werden durch unsere Kreisausbilder auch weiterführende Lehrgänge sowie Speziallehrgänge auf Kreisebene in der neuen Feuerwache durchgeführt.

Die Feuerwache dient allen Löschgruppen und Löschzügen der Feuerwehr Euskirchen, aber auch benachbarter Feuerwehren, als Anlaufpunkt und zentrale Versorgungsstelle für ihre vielfältigen Aufgaben.
Ihre zentrale Lage inmitten der Kernstadt ist von erheblichem Vorteil, insbesondere im Hinblick auf den Erreichungsgrad und die Hilfsfristen.
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