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Schutzausrüstung


Atemschutzausrüstung

AtemschutzgerätUnter (umluftunabhängigem) Atemschutz werden Geräte verstanden, welche den Geräteträger von der Umgebungsatmosphäre isolieren und mit atembarer Luft aus einer nicht verunreinigten Quelle versorgt. Diese Geräte werden daher auch als Isoliergeräte bezeichnet und bestehen aus einem Atemanschluss und einer Luftversorgungseinrichtung. Enthält die Umgebungsluft zu wenig Maske PanoramaSauerstoff oder sind giftige Gase vorhanden, die durch Gas- oder Kombinationsfilter nicht absorbiert werden können und ist die Art und/oder die Konzentration der Atemgifte unbekannt, muss umluftunabhängiger Atemschutz verwendet werden. Meist werden freitragbare Isoliergeräte z. B. Pressluftatmer verwendet. Aufgrund der begrenzten Luftmenge ist jedoch die Einsatzzeit meist auf 15 - 45 Minuten begrenzt. Die Einsatzdauer ist abhängig vom Alter des Geräteträgers, von der körperlichen Leistungsfähigkeit und der Art der Belastung im Einsatz.


HitzeschutzanzugHitzeschutzanzug

Hitzeschutzanzüge (HSA) dienen dem Schutz von Personal vor extremer Hitzestrahlung (Thermische Risiken), etwa Feuerwehreinheiten bei sehr heißen Bränden. Thermische Risiken sind Flammen, Kontakthitze, Strahlungshitze, Funken, feuerflüssige Medien sowie heiße Gase und Dämpfe. Die Schutzwirkung der Kleidung muss während der Einwirkung erhalten bleiben, das heißt, die Kleidung muss selbst verlöschend sein, sie darf nicht schmelzen und nicht schrumpfen. Bei Temperaturen über 45°C werden Schmerzen, bei Temperaturen über 55°C Verbrennungserscheinungen hervorgerufen. Die Kleidung muss also möglichst lange dafür sorgen, dass die Temperatur direkt auf der Haut 45°C nicht überschreitet. Hitzeschutzbekleidung besteht aus einem mehrlagigen isolierenden Innenanzug (meist Armide, Imide oder Duromere) und einer Metallbeschichtung (meist aluminiumbedampft), die die Hitzestrahlung vom Körper fern hält. Umgangssprachlich wurde auch oft vom Asbestanzug gesprochen, nach einer früheren Form. Der HSA hat normalerweise eine goldbedampfte Sichtscheibe. Einsatzbereiche für den Schutzanzug der Feuerwehr wären beispielsweise Brände in Chemiefabriken, an Ölförderanlagen oder Tank-/Kesselwagen. Prinzipiell kann der Hitzeschutz auch beim Brandangriff bzw. zur Personenrettung eingesetzt werden.



ChemieschutzanzugChemieschutzanzug

Chemieschutzanzüge (CSA) kommen bei Gefahrgutunfällen zum Einsatz. Der Träger des CSA ist dabei komplett von seiner Umwelt isoliert und kann somit auch in radiologisch, chemisch oder bakteriologisch kontaminierten Gebieten arbeiten. Zur Atemluftversorgung trägt der CSA-Träger einen Pressluftatmer auf dem Rücken. Die Einsatzzeit ist für den Träger des CSA aufgrund der hohen körperlichen wie psychischen Belastung auf maximal 20 bis 25 Minuten begrenzt. Hinzu kommt noch die Zeit, die für die Dekontamination des Trägers benötigt wird. Ein weiterer begrenzender Einfluss ist die eingeschränkte Beständigkeit gegenüber den diversen Chemikalien. Der CSA ist nicht gegen alle Stoffe resistent. Vor jedem Einsatz sollte die vom Hersteller mitgelieferte Beständigkeitsliste gegen den vorhandenen Gefahrstoff abgeglichen werden. Auch sollte Wärmestrahlung sowie die zum Beispiel beim Austritt von Gasen mögliche Vereisung durch Kälte unbedingt vermieden werden. Genauso wie scharfe Kanten kann dies zur Beschädigung des Materials und somit zur Kontamination des Trägers führen.

 

 


sCHNITTSCHUTZHOSESchnittschutzhose und Forsthelm

Eine Schnittschutzhose ist eine Schutzbekleidung für Arbeiten mit der Motorsäge und soll vor Verletzungen im Beinbereich schützen. An den am meisten gefährdeten Stellen im vorderen Beinbereich ist vom Knöchel bis an die Hüfte zwischen den äußeren und inneren Hosenstoffen eine Schicht aus lose verwebten, sehr langen, feinen, reissfesten Fäden eingearbeitet bzw. eingelegt. Bei Berührung zerschneidet die Kette der Motorsäge den Oberstoff und nimmt aus der Schutzschicht die Fäden auf, die sich dann um das Antriebsrad der Motorsäge wickeln und die Maschine in Sekundenbruchteilen blockieren. Einen hundertprozentigen Schutz können natürlich auch Schnittschutzhosen nicht bieten, selbst bei einem glücklich verlaufenen fORSTHELMSchnittschutz ist mit leichten Verletzungen zu rechnen. Bei der Arbeit mit der Motorsäge wird zusätzlich noch ein Forsthelm getragen. Da beim Sägen mit der Motorsäge Späne in die Augen fliegen könnten, ist der Forsthelm mit einem Visier aus Acrylglas, Drahtgewebe oder (durchsichtigem) Nylongewebe versehen. Am Forsthelm sind außerdem Ohrenschützer angebracht, um den Träger vor dem Lärm der Motorsäge zu schützen.

 


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