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Erfolgreicher Abschluss des Atemschutzgeräterträger-Lehrgangs

Insgesamt 9 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben am 05.11.2017 erfolgreich den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger abgeschlossen.

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Am 02.11.2017 stand vor der Zulassung zur praktischen Prüfung allerdings erst ein schriftlicher Leistungsnachweis im Gerätehaus Großbüllesheim statt. Direkt im Anschluss ging es für alle Teilnehmer dann noch auf die "Stressstrecke", die jedes Jahr von den Ausbildern in der Fahrzeughalle aufgebaut wird. Diese fiel dieses Jahr jedoch etwas kürzer aus, da sich ein Fahrzeug mit Material für den Aufbau leider noch in der Werkstatt befand. Trotzdem wurden die Teilnehmer noch einmal gefordert und mussten unter Nullsicht durch eine abgesteckte Strecke durch Leinen, Saugschläuche, Paletten und vieles mehr zu kriechen. Die Strecke wurde von allen Teilnehmern sehr gut bewältigt, auch wenn hin und wieder das eine oder andere Schimpfwort fiel.

Am 05.11.2017 ging es dann um 8 Uhr morgens nach Schleiden zur Atemschutzstrecke. Hier musste jeder Teilnehmer sein Atemschutzgerät zusammenbauen und eine Einsatzkurzprüfung durchführen, bevor es auf die Atemschutzstrecke ging. Dann musste eine vordefinierte Leistung auf einer Endlosleiter, einem Laufband und auf der Kriechstrecke bewältigt werden. Auch wenn bei einigen Teilnehmern die Nervosität zu spüren war, haben alle Teilnehmer die Prüfung mit Bravour gemeistert. Ein Teilnehmer musste krankheitsbedingt den praktischen Prüfungstermin leider ausfallen lassen. Dieser wird im Rahmen der jährlichen Termine auf der Atemschutzstrecke durch die Ausbilder noch nachgeprüft.

 Rückblick auf die Ausbildung:

Atemschutzlehrgang Teil 1

An der Feuerwache zurück ging es dann direkt über eine Steckleiter ins 1.OG. Hierbei sollte das richtige Einsteigen über ein Fenster geübt werden, da in einem Einsatz nicht immer das Treppenhaus zu Verfügung steht. Über das Treppenhaus ging es zurück in die Fahrzeughalle, wo die Teilnehmer unter den Fahrzeugen entlang kriechen mussten. Wer jetzt noch genügend Luft in der Flasche hatte, ging zurück ins 1. OG und verließ über die Steckleiter die Feuerwehrwache nach draußen.

10 Mitglieder der Feuerwehr Euskirchen nehmen in diesem Jahr an einer Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger teil. Die Ausbildung ist in der Feuerwehrdienstvorschrift 2 geregelt und umfasst 25 Stunden, aber schon seit einigen Jahren bildet der Feuerwehr Euskirchen mehr aus und kommen so auf insgesamt 42 Stunden. Die Leiter der Feuerwehr und die Atemschutzausbilder wollen die bestmögliche Ausbildung für die neuen Atemschutzgeräteträger, so dass viel Wert auf eine Intensive praktische Ausbildung gelegt wird.

Am Samstag, den 30.9. ging es aber erstmal mit dem theoretischen Teil los. Hier wurde den Teilnehmern das nötige Wissen für eine erfolgreiche und sichere Bekämpfung eines Feuers im Inneren von Gebäuden vermittelt. Was sind Atemgifte? Und sind sie leichter oder schwerer als Luft? Diese und viele weitere Fragen wurden in den theoretischen Grundlagen der Chemie geklärt. Die Physiologie der Atmung wurde ebenfalls vertieft, auch wurden Atemschutzgerät, Atemanschluss (Maske), Sicherheitstasche und Atemschutzholster näher erläutert.

Heute ging es nach der ganzen Theorie in den praktischen Teil: Es wurden verschiedene Schutzkleidungen vorgestellt und worauf beim Anlegen besonderes zu achten ist.

Es folgte eine ausführliche Erklärung des Aufbaus und der Funktion des Atemschutzgerätes und des Atemanschlusses. Auch erfolgte heute eine erste Gewöhnungsübung mit Maske und Filter rund um die Feuerwache in Euskirchen, bevor es dann am Donnerstag nach dem Anschließen des Geräts zu ersten Übungen mit kompletter Ausrüstung kommen wird.

Atemschutzlehrgang Teil 2

Am heutigen Tag stand die erste Gewöhnungsübung unter Atemschutz an. Bevor es losgehen konnte, gab es erst noch eine Einweisung in das Tauschlager auf der Feuerwache in Euskirchen, so dass die Teilnehmer demnächst nach Einsätzen oder Übungen ihre Geräte und Masken selbständig tauschen können.

Danach folgte die Einweisung über die Einsatzkurzprüfung des Atemschutzgerätes, die vor jedem Einsatz und Übung durchzuführen ist. Nachdem alle Teilnehmer ihr Atemschutzgerät einsatzbereit gemacht und angelegt hatten, ging es auf eine lockere Runde um die Feuerwache.

Atemschutzlehrgang Teil 3

Gestern wurden bei der Stationsausbildung die Themen Atemschutzüberwachung, Sicherheitstrupp und das Setzten eines mobilen Rauchverschlusses besprochen und geübt.

Danach wurden die Atemschutzgeräte einsatzbereit gemacht und eine praktische Übung bei Dunkelheit durchgeführt. Hier ging es für die Teilnehmer noch mal unter den Fahrzeugen entlang. Die Strecke war den Teilnehmern von der letzten Übung schon bekannt, aber durch die Dunkelheit tauchten Hindernisse auf, die man bei Licht frühzeitig ausgewichen wäre.

Atemschutzlehrgang Teil 4

Am Donnerstag wurde es das erste Mal nass in der Atemschutzausbildung.
Nach einer Einweisung im Schlauchmanagement bei Einsätzen ging es weiter mit Fortbewegungsarten in Brandräumen. Hierbei wurde auch der sogenannte FlashOver-Reflex geübt.
Des Weiteren wurde das Öffnen von Türen zu einem Brandraum geübt.

Zum Abschluss ging es dann darum, den Lungenautomaten unter Druck abzukuppeln und beim nächsten Atemschutzgerät wieder anzukuppeln.

Atemschutzlehrgang Teil 5

An den letzten 3 Übungsabenden wurde das Auffinden einer Person in einem verrauchten Bereich geübt sowie der Einsatz eines Sicherheitstruppes und die anschließende Rettung des verunfallten Atemschutzträgers. An beiden Tagen sollten die Teilnehmer selber feststellen, was unter Atemschutz möglich ist. Nicht immer klappte alles, so dass zum Beispiel eine erstmal anscheinend perfekte Schlauchreserve zum unlösbaren Gordischen Knoten führte. Nach den Übungen wurden alles besprochen und man hörte immer wieder: "Ja stimmt, das wäre leichter gewesen."
Gestern ging es dann zur Thermen & Badewelt Euskirchen in den Keller. Hier wurde das Suchen eines ausgelösten Melders mittels Laufkarte geübt sowie die Übermittlung eines "fiktiven Gefahrstoffes" per Funk, der sich in der Nähe des Melders befand. Der Keller bot dem Atemschutzlehrgang perfekte Möglichkeiten zum Üben: warm, dunkel, eng, verwirrende Gänge, kleine und große Absätze.
Wir möchten uns hier nochmals herzlich bei der Haustechnik bedanken, die nicht zum ersten Mal eine Übung der Feuerwehr unterstützt hat

Geschrieben von Löschgruppe 52 Großbüllesheim am Mittwoch 8. November 2017

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