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Fortbildung Technische Hilfeleistung im Lz5

Da die Technische  Hilfeleistung (TH) immer komplexer wird und die Technik - egal ob in der Fahrzeugtechnik oder in der Rettungstechnik - immer schneller voran schreitet, gab es dieses Jahr das erste Mal ein einheitliche Fortbildung für die Löschgruppen des Löschzuges 5, die aufgrund ihrer Feuerwehrfahrzeuge und deren Beladung, nicht so häufig in den Genuss einer TH-Übung kommen.

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Bevor es aber um das praktische Schneiden eines Fahrzeugs ging, fand im Mai eine theoretische und praktische Abendveranstaltung zum Thema „Grundlagen TH“ mit den Löschgruppen Dom-Esch, Kleinbüllesheim und Wüschheim statt. Hier ging es hauptsächlich um das Kennenlernen von Geräten sowie den Ablauf eines Einsatzes.

Am 24.07.2017 hatte die Löschgruppe Wüschheim den Anfang gemacht, einen PKW während eines Übungsabends auch zu schneiden. Der PKW war durch eine Fortbildungsveranstaltung der Löschgruppe Großbüllesheim zwar schon „beübt“ worden, aber für ihre Zwecke war das Auto noch ausreichend in Takt.

Nach einer kurzen Einweisung ging es sofort ans Unterbauen des Fahrzeuges. Hier wurden die Vor- und Nachteile des Unterbaumaterials besprochen sowie die richtige Handhabung.

Da der PKW leider keine Glasscheiben mehr hatte, wurde zwar darauf eingegangen, konnte aber das Entfernen von Glasscheiben nicht praktisch geübt werden. Danach wurden verschiedene Möglichkeiten der Erstöffnung gezeigt: von der klassischen Version, die alle schon mal irgendwo gesehen hatten bis hin zu Techniken, die völlig neu für die Übungsteilnehmer waren. Dann erfolgte eine Einweisung, was ein innerer Retter (jemand, der die zu rettende Person im Fahrzeug betreut) alles machen kann und damit eine große Hilfe für die Einsätzkräfte außerhalb des Fahrzeuges darstellt.  Im weiteren Verlauf wurden noch eine große Rettungsöffnung geschnitten und die Möglichkeiten des Wegdrückens eines Armaturenbretts geübt. Auch die in Deutschland eher selten anzutreffende Methode „crossramming“ wurde praktisch umgesetzt, die zum Erstaunen der Teilnehmer einen schnellen Erfolg zeigte. „Crossramming“ ist eine Rettungstechnik in der Rettungszylinder eingesetzt werden, so Schweißpunkte/Schwachpunkte in der Autokarosserie „abreißen“.

Um die Schere noch einmal in den Einsatz zu bringen, wurde zum Abschluss das Dach entfernt, so dass alle Teilnehmer alle Geräte an diesem Abend einmal bedient hatten.

Nach dem Aufräumen wurde in einer lockeren Runde noch Fragen beantwortet, die im Verlauf der Übung unbeantwortet geblieben sind.

Geschrieben von Löschzug 5 am Montag 24. Juli 2017

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