Einwohnerzahl Euskirchen: 59.000 (2021) - Löschzüge: 5 - Standorte: 19 - Einsatzkräfte: 450

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Großfeuer am IPAS

„Anfahrt auf Sicht“ fiel als Einsatzstichwort in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, den 21.04.2022. Der Löschzug 5, die Löschgruppe Kuchenheim, die Drehleiter der hauptamtlichen Wache und der Löschzug Zentrum wurden um 01:30 Uhr in den Schneppenheimer Weg in den Industriepark am Silberberg – kurz IPAS – alarmiert. Die Brisanz der Situation wurde schnell erfasst, um zügig den Brand dreier größerer Anhänger eines Schaustellerbetriebes zu bekämpfen. Die hochlodernden Flammen bedrohten einen angrenzenden Schuppen und ein Wohnhaus, welches zum Zeitpunkt des Brandes nicht bewohnt war.

Mit Hilfe gezielter Außenangriffe mehrerer Trupps und eines massiven Löschangriffs über die Drehleiter konnte das Feuer schnell in Gewalt gebracht werden. Zur Entschärfung der Situation trug ein konsequent durchgeführter Schaummitteleinsatz bei, sodass der Brand im Schuppen rasch gelöscht werden konnte und im Verlauf des Einsatzes vor allem die Bekämpfung von Glutnestern im Fokus stand. Zudem galt es, mehrere Gasflaschen in Sicherheit zu bringen. Die Vielzahl der eingesetzten Atemschutztrupps erforderte die zusätzliche Alarmierung des Abrollcontainers „Atemschutz“ des Kreisbrandschutzzentrums in Schleiden.

Die Atemschutztrupps konnten unmittelbar an der Einsatzstelle ihre Einsatzkleidung ablegen und frische Brandschutzkleidung anlegen. Dieses Vorgehen ist vor allem darin begründet, da während eines Löschangriffs die Kleidung der Wehrleute mit Rauchgasen bzw. Schadstoffen beaufschlagt werden und so gesundheitliche Risiken für die eingesetzten Wehrfrauen und –männer entstehen können. Die kontaminierte Einsatzkleidung wird gesondert verpackt und der Reinigung zugeführt.

Da der belastende Atemschutzeinsatz extrem kräftezehrend ist, wurde im Laufe des Einsatzgeschehens das Deutsche Rote Kreuz Ortsverband Euskirchen zur Einsatzstelle alarmiert , um die Wehrfrauen und – männer mit Heiß- und Kaltgetränken als auch Snacks zu versorgen. Personen kamen in der Nacht nicht zu Schaden, die Anhänger wurden völlig zerstört und der Schuppen ist nicht mehr nutzbar.

Die Rund 60 Einsatzkräfte konnten erst nach vier Uhr wieder in die Gerätehäuser einrücken.   

Geschrieben von Pressebetreuer Feuerwehr Euskirchen - Daniel Schwarz am Donnerstag 21. April 2022